Wachsende Ungleichheit bedroht den sozialen Zusammenhalt

… und bedroht damit das Wachstumspotenzial, hat die OECD in ihrer heute vorgestellten, neuen Studie festgestellt. (Den Wachstumsbegriff möchte ich an dieser Stelle jetzt nicht diskutieren).

Hingegen: Zur Kenntnisnahme der arbeitspolitischen Fakten, hier das kurze, wirklich interessante und sehenswerte Intro-Video der OECD.

Die OECD-Studie

In It Together: Why Less Inequality Benefits All

Zusammenfassung

(schnell ins Deutsche übersetzt)

“Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer. Vom Wachstum, wenn überhaupt, haben überproportional die höheren Einkommensgruppen profitiert, während Haushalte mit geringem Einkommen zurückgelassen wurden. Dieser langfristige Anstieg der Einkommensungleichheit erhöht nicht nur den sozialen und politischen Druck, sondern auch den ökonomischen. Er neigt dazu, das BIP-Wachstum nach unten zu ziehen, aufgrund des wachsenden Abstands der unteren 40% zum Rest der Gesellschaft. Menschen mit niedrigerem Einkommen sind verhindert, das Potenzial ihres Humankapitals zu verwirklichen, was für die Wirtschaft insgesamt schlecht ist. Die Studie beleuchtet die wichtigsten Bereiche, in denen Ungleichheiten entstehen und wo neue Maßnahmen erforderlich sind, einschließlich:

  • die Folgen der aktuellen Konsolidierungspolitik;
  • strukturelle Veränderungen am Arbeitsmarkt mit steigendem Anteil der Nicht-Normal-Arbeitsverhältnisse;
  • anhaltende geschlechtsspezifische Unterschiede;
  • die Herausforderung einer hohen Vermögenskonzentration und
  • die Rolle der Umverteilungspolitik.”

ÜberAnja C. Wagner

denkerin, netzwerkerin, mensch | .edu .ux .politik | co-founder of @frolleinflow & initiatorin @ununitv | weitere infos hier: http://acwagner.info

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