The Future Classroom is here

Samsung hat auf der Cebit ein User Case Szenario aufgebaut, das im IKEA-Demo-Stil aufzeigt, wie ein modernes “Klassenzimmer” mit digitalen Technologien ausschauen könnte. Das ist vor allem für Unternehmen interessant, die sich weiterentwickeln wollen – oder müssen!

An sich ganz banal, ist das Demo-Setting hier zunächst für die Schule gedacht. Das lassen wir aber aussen vor, da sich dort so schnell kaum etwas ändern wird.

Demo-Setting

Nur erklärt die Schul-Ausrichtung die Anordnung des Grund-Szenarios, das im (asiatischen) Drill & Practice-Verfahren angelegt ist:

Die Holztische sind allesamt nach vorne ausgerichtet. Darauf liegen Tablets.

An der Wand vorne gibt’s eine digitale Tafel als relativ einfaches Whiteboard. Daneben ist ein weiterer grosser Touchscreen für den direkten Zugang zu digitalen Ressourcen.

An den Wänden stehen Cloud Drucker, die man je nach Bedarf von den beiden grossen Bildschirmen oder von den Tablets aus nutzen kann.

Eigentlich sehr schlank gehalten – und man fragt sich, warum das nicht längst state-of-the-art ist.

Mögliche Ausbaustufen

Einen Schritt weiter gedacht, liesse sich die Anordnung der Tische und Stühle anders vorstellen, so dass hier Design Thinking-Methoden angewendet werden könnten.

Noch einen Schritt weiter könnten die Menschen mit den Tablets mobil unterwegs sein und wären trotzdem mit allem verbunden. So dass man nur noch im Raum zusammen kommt, um den spezifischen Mehrwert des physischen Diskurses zu erfahren.

Noch einen Schritt weiter stehen dann in diesem Raum auch 3D-Drucker, DIY-Kits und digitale Robotic-Spielzeuge zur Verfügung, um damit zu experimentieren.

Moderne Orte für Weiter-Entwicklung

Das alles ist m. E. ein Generationen übergreifendes Szenario, das in unterschiedlichen Locations anzutreffen sein sollte. Es braucht dafür kein spezifisches Raum-Zeit-Setting wie “die” Schule oder Hochschule.

Sondern diese Räume müssten allen gesellschaftlichen Gruppen zur Buchung zur Verfügung stehen, so dass man bei konkreten Fragestellungen darauf zugreifen kann – um sich innovativ weiterzuentwickeln.

Und damit als Person oder Team oder Unternehmen sich regelmäßig kalibriert auf die Anforderungen der Zukunft und so qualitativ und kollaborativ wächst.

Zeit-Reisen in die Zukunft

Das sind dann sozusagen Zeit-Reisen entlang akuter Fragestellungen. Eigentlich ganz einfach – und naheliegend.

Um die Tablets geht’s dabei nur am Rande. Auch nicht um den bereit gestellten Content, den irgendwer zur Verfügung stellt.

Es geht um neue Work Flows, die selbstbestimmt genutzt werden – je nach aktuellem, konkreten Bedarf. Das wäre Weiterbildung der modernen Art.

Nur, wie gelangen wir dorthin, alle beteiligten Stakeholder auf diese Reisen mitzunehmen?

Ich vermute, die einzelnen Personen mit Weiterentwicklungswunsch würden sich bereits heute neugierig darauf einlassen. Wenn die Strukturen dafür geschaffen wären …

ÜberAnja C. Wagner

denkerin, netzwerkerin, mensch | .edu .ux .politik | co-founder of @frolleinflow & initiatorin @ununitv | weitere infos hier: http://acwagner.info

Ein Kommentar zu The Future Classroom is here

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