Sabine Friedrich sagt dazu, Romane seien nicht notwendige Konzentration auf das Wesentliche wie bei Fallada. Romane dürften auch ausufern, sie könnten überlaufen wie Flüsse im Frühling. Sie sagt, sie stelle sich Leser vor, die gar nicht unbedingt darauf aus seien, alle im Roman genannten Helden des deutschen Widerstands zu kennen oder sich ihre Namen zu merken. Die Leser sollen sich in ihrem 2032-Seiten-Buch fühlen wie auf einer großen Gesellschaft, auf der sich auch nicht jeder Gast mit allen anderen Gästen bekannt sein muss.

Das ist mir überaus sympathisch, dieses Durchbrechen von formalen Konventionen …

Zitat aus “Das große Nein” im SPIEGEL 40/2012, S.136 über Sabine Friedrichs neuen Roman: “Wer wir sind”

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