Qualität lohnt sich (#VUCA IV/12)



„but the winner takes it all…!“

(C) Frits Ahlefeldt

(C) Frits Ahlefeldt

LinkedIn ist weder ein Social Business noch eine NGO für creative commons, auch wenn es sich Social Network nennt.

Es ging von Anfang an darum, ein Netzwerk zu schaffen, das die Millionen freier Moleküle auf dem globalen Arbeitsmarkt einfängt und an deren steigendem Netzwerkbedarf in der VUCA-Ökonomie Milliarden mitverdient. Darum ist LinkedIn heute ein absoluter Wall Street-Favorit.

Trotz dieser harten Fakten wirken LinkedIn und seine kleinen regionalen Konkurrenten XING und Viadeo fast wie eine List der Vernunft in der VUCA-Ökonomie. Ohne sie hätten es die Millionen Klein- und Selbstunternehmer noch schwerer, auf den komplexen und schwankenden globalen Märkten erreichbar zu sein.

Aber alle Sozialen Netzwerke haben auch die vielfältige Verwertung der Nutzerdaten in ihrem Geschäftsmodell. Es sind ihre Einkommensquellen.

Die Nutzerdaten der Sozialen Netzwerke für Business aber sind systemisch qualitätsorientiert, weil sich Qualität immer lohnt. Reid Hoffman wusste jedenfalls schon vor dem Social Data Hype, dass die Zukunft der Jobs und die Social Data Revolution verknüpft sind.

Der hohe Qualitätsindiz hängt nicht nur von der Software und den Algorithmen ab, sondern vor allem von den Nutzerdaten selbst. Dieser wertvolle Rohstoff kommt direkt vom Erzeuger und wird dann gleich vielfach aufbereitet. Dafür braucht es die kritische Masse, die richtigen Filter und die technologischen Kapazitäten, um die Algorithmen immer weiter zu entwickeln.

„Big Data brings Changes for Recruiting“, meint Wired.

Die Qualität der Nutzerdaten, die LinkedIn durch das komplexe Profilraster bekommt, sind entscheidend für das Big Data Recruiting, das den Arbeitmarkt des 21. Jahrhunderts vollständig verändern wird.

Diese authentischen Nutzerdaten zusammen mit den Datenschnitzeln, die jeder Nutzer im Alltag mit seinem Smartphone unterwegs auf den vielen Sensoren hinterlässt, werden zu social data, so Professor Alex Pentland vom MIT. Erst sie geben die Innen- und Aussenansicht der Strömungen auf dem globalen Arbeitsmarkt und seiner Turbulenzen in der VUCA-Welt bekannt.

Die Qualität der Daten lohnt sich aber auch für den Nutzer, denn nur so interessieren sich die Suchmaschinen für sein Profil. Ob es sich für ihn eines Tages rechnet, ist eine andere Frage. Die Qualität der Nutzerdaten lohnt sich schon heute für die Plattformbetreiber.


  • Stay tuned

    Der nächste Auszug folgt demnächst.


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ÜberAngelica Laurencon

Dr. Angelica Laurencon lebt und arbeitet in Berlin und Clermont-Ferrand als Mentorin und Unternehmensberaterin. Als Dozentin für internationale Masterstudiengänge im Internationalen Management gibt sie ihr Praxiswissen an die zukünftige Managergeneration weiter und begleitet sie als Mentorin für Community Management, Learning Management Systems und Workforce Marketing. Sie ist Gesellschafterin und Mitbegründerin von connect2communicate und Expertin für Wissenstransfer 2.0 und Learning Management im interkulturellen Kontext.

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