Kraft der Hybridmodelle (#VUCA V/3)



Im Wendemantel

(C) Frits Ahlefeldt: MAN-EATS-MAN-EATS-MAN-COLOR http://hikingartist.com/2011/06/23/man-eating-man-illustration/man-eats-man-eats-man-color/

(C) Frits Ahlefeldt: MAN-EATS-MAN-EATS-MAN-COLOR

Als Jobvermittler auf dem globalen Markt sind die Social Media Plattformen Hybridmodelle und werden sowohl vom Netzwerkeffekt als auch von der Algorithmen-Logik angetrieben. Sie sind kreative Tycoons und gleichzeitig professionelle Socializer.

Wo liegt die feine semantische Trennlinie zwischen einem Sozialen Netzwerk für Profis, einer Plattform für besseres Leben und Arbeiten wie XING, LinkedIn, Viadeo und den vielen Trittbrettfahrern der Arbeitsvermarktung 2.0: Monster+HotJobs, Careerbuilder, Taleo, Freelance.com, odesk, elance, Recruiter.com usw.?

Sie stellen sich alle schon auf das Überangebot an Freelancern und Kleinstunternehmern ein, auf die neuen Mikrostrukturen und entwickeln im Arbeitsmarketing 2.0 viele neue Mikromodelle.

Für einen Newbie ist die Vielfalt verwirrend, denn alle wollen das Gleiche: Angebot und Nachfrage auf dem VUCA-Arbeitsmarkt vermarkten und dafür ihre Vermittlungsgebühren kassieren.

Der Unterschied ergibt sich jedoch ganz einfach aus der Multi Sided Platform, dem One-Stop Modell und der Big Data Power. Die einen besitzen die neuen Produktionsmittel und die anderen sind ihre Abnehmer.

Die Sozialen Netzwerke für Business entwickeln sich aufgrund ihrer vielseitigen Potentiale zu effektiven One-Stop Plattformen, erweitern immer mehr ihre Dienstleistungen nach allen drei Seiten (Big Data Recruiting, Workforce Marketing und Personal Branding). Sie sind Hybridmodelle im dehnbaren Wendemantel.

Die vielen Jobmakler-Plattformen dagegen beschränken sich auf das Kerngeschäft der aktiven Jobvermarktung, indem sie die Projektangebote der Unternehmen sowie die Dienstleistungsangebote der Freelancer bündeln, sortieren,vermitteln und vermarkten. Sie entwickeln dabei aber nicht die gleiche Social Big Data Power wie die Sozialen Netzwerke für Business und sind deshalb nur deren Kunden.

Beide bieten sich jedoch als Lösungsfinder auf dem glokalen Arbeitsmarkt an, indem sie den Workflow erleichtern und genaue jene Verteilerfunktion erfüllen, die die McKinsey Studie 2006 als Alternative zum vorprogrammierten Engpässen und Staus auf dem entgrenzten und atomisierten Arbeitsmarkt ausmachte.

Josef Schumpeter hätte seine Freude daran, müsste aber auch seine These von der schöpferischen Zerstörung durch neue Technologien der Dritten Industriellen Revolution und den Sozialen Netzwerke für Business anpassen und erweitern!


  • Stay tuned

    Der nächste Auszug folgt demnächst.


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ÜberAngelica Laurencon

Dr. Angelica Laurencon lebt und arbeitet in Berlin und Clermont-Ferrand als Mentorin und Unternehmensberaterin. Als Dozentin für internationale Masterstudiengänge im Internationalen Management gibt sie ihr Praxiswissen an die zukünftige Managergeneration weiter und begleitet sie als Mentorin für Community Management, Learning Management Systems und Workforce Marketing. Sie ist Gesellschafterin und Mitbegründerin von connect2communicate und Expertin für Wissenstransfer 2.0 und Learning Management im interkulturellen Kontext.

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