Im Sandkasten des Arbeitsmarketings 2.0 #VUCA (III/01)



Die Welt ist flach

Die Webökonomie oder auch digitale Ökonomie hat weder Theoretiker noch Lehrmeister. Sie entwickelte sich schnell und empirisch in den letzten Jahrzehnten aus den Kommunikationstechnologien des letzten Jahrhunderts, die sich gegenseitig immer wieder neue Impulse geben.

Dabei erfüllten sie den Menschheitstraum von Gleichzeitigkeit und Allgegenwärtigkeit (Simultanität und Ubiquität). Die Kommunikationstechnologie und der Handel profitierten zuerst davon, denn fortan konnten sie in ganz anderen Größenordnungen agieren.

Simultanität und Ubiquität sind zwei zentrale Komponenten der Globalisierung. Die großen Global Player können auf den flachen Bildschirmen den weltweiten flow zwischen den globalen Finanz- und Wirtschaftsarchipelen live verfolgen, proaktiv handeln und in Echtzeit eingreifen. In der flachen Welt der Globalisierung wird alles sichtbar, greifbar und vor allem begreifbar, so Thomas Friedman in seinem gleichnamigen Buch.

Die Geschwindigkeit ist die dritte entscheidende Komponente: Das High Frequency Trading oder auch Algorithmen-Trading entwickelte sich zur Wunderwaffe der Finanzwelt. Die Hochgeschwindigkeit der Datenübertragung (HFT) und der Druck des flexiblen Kapitals katapultierten die Weltwirtschaft in die Finanzkrise von 2008, viele Staatsfinanzen in die Insolvenz und den globalen Arbeitsmarkt endgültig in die VUCA-Realität.

Zwischen dem entgrenzten Arbeitsmarkt und dem grenzüberschreitenden Kapital besteht eine direkte Verbindung, von der bislang nur das flexible Kapital und die frühzeitigen Anwender der Webökonomie wie Google, Facebook, Amazon und LinkedIn direkt profitieren: Allgegenwärtig, überall gleichzeitig und im Algorithmen-Tempo konnten sie sofort im Sekundentakt aus materiellen und immateriellen Werten neue Zuwachsraten generieren:

„Sie begann gestern, verändert sich heute und wird morgen schon wieder ganz woanders sein“, so beschrieb Robert Darnton die Internet-Revolution und ihre Folgen.

„Sie zwingt uns alle, die Perspektive zu wechseln und uns anzupassen. Es ist erst der Anfang.“ Das gilt vor allem für den Arbeitsmarkt.


  • Stay tuned

    Der nächste Auszug folgt demnächst.


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ÜberAngelica Laurencon

Dr. Angelica Laurencon lebt und arbeitet in Berlin und Clermont-Ferrand als Mentorin und Unternehmensberaterin. Als Dozentin für internationale Masterstudiengänge im Internationalen Management gibt sie ihr Praxiswissen an die zukünftige Managergeneration weiter und begleitet sie als Mentorin für Community Management, Learning Management Systems und Workforce Marketing. Sie ist Gesellschafterin und Mitbegründerin von connect2communicate und Expertin für Wissenstransfer 2.0 und Learning Management im interkulturellen Kontext.

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