Der FlowCampus ist da

Niemand von uns ist so “smart” (also intelligent, klug, geschickt), wie wir alle zusammen. So hatten wir im letzten Blogpost formuliert – und damit den Start des FlowCampus angekündigt.

New Work Flows

Wir alle gemeinsam sind klüger als jede/r Einzelne. Das ist eine alt bekannte Weisheit, die sich jetzt erst langsam im kollektiven Bewusstsein Bahn bricht. Einige bei ununi.TV leben dies bereits konsequent. Teilweise kooperativ und teilweise kollaborativ erarbeiten wir Szenarien und Werkzeuge für die neue Moderne.

Die neue Moderne ist eine anstrengende Zeit, die vielfältige Ursachen hat, auf die wir an dieser Stelle nicht eingehen wollen.

Sie macht sich bemerkbar in all diesen Umbrüchen, die von vielen ein anderes Leben und eine andere Form des Arbeitens erfordern. Sowohl für einzelne Menschen als auch für die Institutionen wird sich vieles in sehr naher Zukunft ändern.

Digitalisierung, Globalisierung, Industrie 4.0 sind nur einige Schlagworte, die derzeit die Runde machen. Derweil es kaum Unterstützungsangebote gibt – außer ein paar Beratungsunternehmen, die auf einmal wie Pilze aus dem Boden schiessen.

Unser Angebot

Wir haben vor einiger Zeit beschlossen, uns mit unserer Expertise auf klein(st)e Unternehmen zu konzentrieren, weil diesen das Geld und die Zeit fehlt, sich mit grossen Change-Prozessen zu beschäftigen.

Deshalb suchen wir seit geraumer Zeit nach Wegen, wie wir all den dort Beschäftigten unsere Erfahrung systematisch zur Verfügung stellen können. Ohne sie zeitlich allzusehr zu beanspruchen.

Heraus gekommen ist der FlowCampus mit ersten Angeboten, die wir im Laufe der Zeit systematisch erweitern. Es geht uns darum, kein abstraktes Lernen auf Vorrat anzubieten, sondern klare Arbeitsumgebungen, in denen tatsächliche Expert/innen aus der Praxis ansprechbar sind.

Wir bieten ein “training-on-the-job” an, indem wir konkrete Problemstellungen sehr gezielt lösen helfen. Wir sind sozusagen die Kolleg/innen, die an der Kaffeemaschine stehen und die man nebenbei fragen kann, wie sie das aktuelle Problem lösen würden: Wir sind Kaffeemaschinen-Bewacher, wie wir in einem Talk heraus gearbeitet haben (ca. 29. Minute).

Daneben sehen wir uns eher als Gastgeber_innen in den Workspaces, die Learning by doing ermöglichen. Dabei lernen auch wir immerfort hinzu – wir sind nicht die Alles-Bescheidwisser, die euch an die Hand nehmen und sagen: So muss das laufen!

Wir sind nur einen kleinen Schritt voraus, weil wir uns beständig bewegen – und seit langer Zeit darüber nachdenken.

Kurzer Rückblick

Wenn ich zurück blicke, dann war es eigentlich immer so:

2004 startete ich mit einigen Kollegen den eVideo-Kurs an der HTW Berlin.

Im Rückblick legten wir den Online-Kurs als heute-würde-man-sagen: MOOC mit monatlichen Präsenzeinheiten an. Theoretisch hätten wir den Kurs weltweit öffentlich durchführen können – aber wir durften nicht: Wegen der ESF-Finanzierung, die damals sogar nur für Ost-Berlin gewährt wurde.

Auch hatten wir damals bereits begonnen, einige weniger zeitsensible Vorlesungen der beteiligten Profs per Video abzufilmen – und zwar in kleinen 3-5-Minuten-Häppchen, um sie navigierbar zu halten.

Parallel dazu arbeiteten wir mit inhaltlichen Inputs per Video-Konferenz, die wir damals noch “Webinare” nannten und die wir dann asynchron im Learning Management System (LMS) diskutierten.

Schon 2006 lösten wir das LMS auf und arbeiteten fortan nur noch per Facebook – zzgl. zu den Videokonferenzen und den sporadischen Präsenz-Meetings. Alle schüttelten den Kopf, aber es funktionierte gut – für die meisten.

2008 begannen wir dann, zusätzlich zu diesen Online-Kursen jeweils einmal jährlich eine 1-wöchige Online-Konferenz durchzuführen, begleitet durch Twitter-Aktivitäten – das gab es damals alles noch nicht.

Ja, und aus all diesen Aktivitäten mündete dann “logischer Weise” die Ausrufung von ununi.TV in Form der letzten Online-Konferenz im Rahmen von eVideo*. Alles Weitere dazu kann man im FlowCampus nachlesen.

Start des FlowCampus’

Insofern ist der FlowCampus eine kollaborativ erweiterte Fortführung der bisherigen Aktivitäten, die allesamt Jahre später vom Mainstream adaptiert und vielfältig eingesetzt wurden.

Jetzt ist uns bewusst, dass viele Personen noch gar nicht mit dem Weg gestartet sind, sich irgendwie mit diesen digitalen Medien und Werkzeugen zu beschäftigen. Eigentlich auch gar keine Lust haben, diesen ganzen Prozess, den wir die letzten Jahre durchlaufen haben, jetzt im Eilschritt zu nehmen.

Muss man aber auch gar nicht.

Das Schöne an uns Trendsetter_innen (wenn ich mal so sagen darf) ist: Wir zeigen euch den kürzesten Weg, da wir die ganzen Sackgassen ja kennen gelernt haben. Wir haben uns weiter entwickelt, weil wir eben nicht zufrieden waren mit dem bisher Erreichten. Und deshalb kann man beruhigt den ein oder anderen Schritt, den wir gemacht haben, überspringen.

Deshalb möchte ich euch heute einladen, einen Blick in den FlowCampus zu werfen – ich vermute sehr stark, so werden andere in 3 bis 5 Jahren alle arbeiten. Also wenn ihr die Zukunft kennen lernen wollt.

You are welcome!

FLOWCAMPUS

Bitte auf die Grafik klicken


 

*Wenn ihr gerne einen Blick auf unsere alten eVideo-Produktionen werfen würdet: Ist leider weitestgehend nicht mehr möglich, da die institutionellen Systeme immer wieder abgeschaltet wurden. Bis auf unseren letzten Blog, über den wir selbst auch keine Kontrolle mehr haben. Schade, aber so ist das nun mal in unserem Bildungssystem ...

ÜberAnja C. Wagner

thinker, networker, human | .edu .ux .politics | co-founder of @frolleinflow & initiatorin @ununitv | weitere infos hier: http://acwagner.info

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