Der Arbeitsplatz der Zukunft – always on and off …

Um die letzten, zitierten Beiträge aus The NeWoS zusammenzuführen, habe ich eine Infografik erstellt, die den fluiden Charakter des Arbeitsplatzes der Zukunft aufzeigt:

Arbeitsplatz der Zukunft

CC BY FrolleinFlow / ununi.TV

Man kann die Grafik von innen (unten) nach aussen lesen: Von der Person zur Umgebung.

Die E-Mailbox KANN dabei die zentrale Schnittstellen-Funktion im persönlichen Bereich übernehmen, sofern man sich das entsprechend organisiert. Wie dies geschehen kann, hatte ich hier angeführt.

Die E-Mailbox hat damit durchaus das Potenzial, die digitale Welt im 21. Jahrhundert zusammen zu halten. Aller Unkenrufe zum Trotz.

Sie KANN durchaus ein ausgeglichenes Leben zwischen den verschiedenen, persönlichen Welten ermöglichen. Sofern gesellschaftlich einvernehmlich gewisse Schamgrenzen sich durchsetzen und jedeR Content Curation zugunsten der anderen betreibt.

Informationsmanagement ist ein verantwortungsbewusstes, komplexes, vernetztes Thema heutzutage. Denn neben der starren Push-E-Mail-Funktion existieren ja unzählige, soziale wie kollaborative Tools und Umgebungen, über die man weit effizienter zusammen arbeiten kann.

Sowohl innerhalb des Teams, als auch in den angrenzenden Communities und Networks of Practice, die sowohl der eigenen Büro-Etage, den Coworking-Places als auch den internationalen Zusammenhängen entspringen können.

Die E-Mailbox sollte deshalb lediglich der persönlichen Arbeitsorganisation dienen. Sie hat sich von der klassischen Briefkasten-Funktionalität emanzipiert.

Heute geht es darum, sich wechselseitig einen gewissen Autonomie-Status zuzubilligen, so dass jedeR seine Informationsflüsse gestalten kann, wie es einem selbst am besten in die persönlichen Workflows passt.

Wichtig ist, zuzulassen, dass kein bestimmtes Standard-Szenario existiert, dem man idealer Weise folgen sollte.

Sondern es geht auf der sozialen Ebene darum, innerhalb einer einvernehmlichen Zeitspanne sicherzustellen, eine persönlich wichtige Information zu empfangen – und darauf verbindlich zu reagieren.

Wie eine einzelne Person sich ihr persönliches Setting dabei organisiert, kommt auf deren Lebensumstände und -Rhythmus an. Diese Freiheit kann man heute jedem zugestehen.

Die Technologien existieren bereits. Lediglich unsere Kultur muss sich noch ein wenig nach den Potenzialen strecken …

Was bedeutet dies für Klein(st)-Unternehmen?

Wenn man es zulässt, die Umgebung als fluiden Baustein des eigenen Workflows zu sehen, ist das eigene Unternehmen weit grösser zu denken als nur begrenzt auf seinen Mitarbeiter-Stamm.

Sämtliche Netzwerkknoten, mit denen sich die eigenen Mitarbeiter/innen aktiv verbinden, lassen sich als erweitertes Unternehmen denken.

Man ist dann nicht länger eine kleine Monade im grossen Universum. Sondern man kann den Puls des Universums auch aktiv einfangen. Indem man sich physisch wie online geschickt vernetzt.

In diesem Sinne: Vernetzt euch!


Auszug aus The NeWoS vom 10. März 2015, unserer ununi.TV Rundschau (du kannst sie hier abonnieren)

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ÜberAnja C. Wagner

thinker, networker, human | .edu .ux .politics | co-founder of @frolleinflow & initiatorin @ununitv | weitere infos hier: http://acwagner.info

Ein Kommentar zu Der Arbeitsplatz der Zukunft – always on and off …

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