Das Alleinstellungsmerkmal (#VUCA IV/02)



Auf Pole-Position bleiben

(C) Frits Ahlefeldt

(C) Frits Ahlefeldt

Anhand der Big Data können die Sozialen Netzwerke für Business sofort den klaren Überblick über die globalen Talentpools und die lokalen Kompetenz-Cluster bekommen.

Wo und wer sind die authentischen Vordenker und wie trennt man die Spreu vom Weizen? Wodurch unterscheiden sich die begabten copy cats von ihren Modellen, deren Ideen sie jedoch schneller und kleverer umgesetzt haben? Investoren zahlen für solche informellen und präzisen Daten viel Geld.

Auch für Kleinstunternehmen (weniger als 10 Festangestellte) und die Kleinunternehmen (weniger als 50 Mitarbeiter) liegen hier hohe Alleinstellungsvorteile, wenn sie die richtigen Informationen für ihr Benchmarking, ihre Produktentwicklung, für die Beschaffung wertvoller Humanressourcen, Profis und Experten rechtzeitig suchen und kostengünstig finden können.

An diese verborgenen Profis und Experten kommen die Algorithmen durch die direkten oder indirekten Netzwerke der Nutzer heran. Wie das für ein individuelles Profiling funktioniert, steht auf LinkedIn special ununi.TV.

Auch auf den vielen SEO-Foren gibt es genügend Informationen, um zu verstehen, warum Big Data helfen, die Zukunft zu steuern. SEO oder Data Analyst wird man darum noch lange nicht, weiss aber, wozu Big Data gut sein können und wo man sie sofort einsetzen sollte.

Die neuen Datencluster auf den Sozialen Netzwerken für Business liefern auf den vielen anderen Seitenkanälen wie Posts, Kommentare, Link-Empfehlungen, Publikationen, Teilnahme an Events usw. den Stoff, aus dem sich eine neue Lesart entwickeln lässt.

Wie viele gute Treffer durch ein optimiertes Profil, guten Inhalt und viele Empfehlungen sich dadurch wirklich ergeben, bleibt jedoch weiter unklar. Denn dazu gibt es auch bei LinkedIn, XING oder Viadeo keine eindeutigen Zahlen. Vielleicht wären die sogar am Ende kontraproduktiv.

Eindeutig ist nur die steigende Zunahme der Online-Jobmakler. Sie surfen im Fahrwasser der vielen professionellen Unternehmens-Schlankmacher und fischen im Aquarium der Sozialen Netzwerke für Business.

In der VUCA-Welt sind sie alle drei blühende Geschäftszweige und Ableger der US Business Philosophie.

Was die einen wegrationalisieren, fangen die anderen auf. Sie schaffen damit zwar keine neuen Werte, aber generieren in den neuen Zwischenräumen vor allem ihr eigenes Einkommen. Das Geschäft mit den Datenbanken aus den Sozialen Netzwerken für Arbeitsmarketing ist nämlich schon heute lukrativ. Grund dafür ist die Polarisierung der Unternehmen im globalen Business:

  • Wenige Grosskonzerne, die auf dem Weltmarkt ihre Marktanteile sichern und verbessern wollen und gern zu Monopolisten werden;
  • um sie herum Millionen Kleinunternehmen, die als Zulieferer für die Großkonzernen arbeiten und von ihnen abhängig sind.

Das Angebot an qualifizierten Arbeitskräften wächst global ebenso wie der lokale Bedarf daran. Beide müssen immer häufiger zeitnah und dezentral verknüpft werden. Wenn jedoch bereits im Prototyping, in der Projektentwicklung und im Marketing direkt die Potentiale des Arbeitsmarketings 2.0 erfasst und mit einbezogen werden, so können auch hier mögliche Risikofaktoren begrenzt werden, wie zum Beispiel die Personalkosten.

Wie wichtig der Zugang zu den Big Data für ein effizientes Arbeitsmarketing ist, hat IBM schnell erkannt und hat selber dafür eine eigene Software für Workforce Management entwickelt, intern getestet und auf den globalen Markt gebracht.

Auch in Deutschland steigt die Nachfrage nach den neuen Angeboten im Arbeitsmarketing 2.0 jenseits des bürokratischen Aufwands und außerhalb des Arbeitsrechts.

Sie wird nur nicht thematisiert und vorläufig noch geschickt mit Werkverträgen und Sozialleistungen gelöst und nur in seltenen Fällen von den Personalern professionell und innovativ eingesetzt. Sie ist halt gewöhnungsbedürftig, verlangt den Abschied vom Best Practice Denken.

Die 3,32 Millionen Kleinstunternehmer und 264 000 Kleinunternehmer bilden zwar das Rückgrat der Ökonomie, aber reisen weiter im 3. Klasse Abteil der Webökonomie. Dort wird es langsam eng und unbequem.


  • Stay tuned

    Der nächste Auszug folgt demnächst.


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ÜberAngelica Laurencon

Dr. Angelica Laurencon lebt und arbeitet in Berlin und Clermont-Ferrand als Mentorin und Unternehmensberaterin. Als Dozentin für internationale Masterstudiengänge im Internationalen Management gibt sie ihr Praxiswissen an die zukünftige Managergeneration weiter und begleitet sie als Mentorin für Community Management, Learning Management Systems und Workforce Marketing. Sie ist Gesellschafterin und Mitbegründerin von connect2communicate und Expertin für Wissenstransfer 2.0 und Learning Management im interkulturellen Kontext.

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