Bei meinen Recherchen zur Bildungsindustrie kreuzte gestern zufällig eine Infografik meinen Weg, deren Implikation nach hallt. Wenn man etwas länger auf die Zahlen schaut, dann muss man nämlich gängige Interpretationsmuster etwas neu pointieren:

  • Die Vernachlässigung der öffentlichen Bildungseinrichtungen in den USA hat zu einer Aufwertung der privaten Bildungsindustrie geführt, die entsprechend euphorisch gefeiert wird. Das ist bekannt. 
  • Aber es sortiert sich nicht entlang von (anti-)rassistischen Linien. Nicht nur die weisse Mittelschicht nutzt überproportional die privaten Potentiale, sondern sämtliche Bevölkerungsgruppen flüchten regelrecht aus den öffentlichen und Not-for-Profit Einrichtungen in die For-Profit-Initiativen, wenn sie es irgendwie finanzieren können. Das war mir in dieser Eindringlichkeit nicht bewusst. 

Das kommt einem Staatsbankrott im Bildungssektor gleich und einer rasanten Durch-Ökonomisierung von individuellen Lebensläufen, oder wie interpretiert Ihr das? 

ÜberAnja C. Wagner

denkerin, netzwerkerin, mensch | .edu .ux .politik | co-founder of @frolleinflow & initiatorin @ununitv | weitere infos hier: http://acwagner.info

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