Arbeitsmarketing 2.0 #VUCA (I/04)



Paradigmenwechsel am Arbeitsmarkt

vuca_kap1Wenn Arbeit eine Dienstleistung und eine Ressource ist, so hat auch sie in der freien Marktwirtschaft einen Wert, der von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Der Wert der Arbeit wird also, mit Ausnahme des öffentlichen Dienstes und der sozialistischen Arbeitswelt, von seinem schwankenden Marktwert bestimmt und wie Wertpapiere und Rohstoffe auf den Märkten gehandelt werden, ungeachtet der Gewerkschafter, die 6,1 Millionen Erwerbstätige in Deutschland vertreten. Davon arbeitet ein Viertel im öffentlichen Dienst.

Der Begriff Marketing kam erst im 20. Jahrhundert auf, zu einer Zeit, als der Handel nicht nur Bedürfnisse und Wünsche befriedigen, sondern ständig neue wecken sollte. Marketingtheorien und Strategien füllen inzwischen ganze Bibliotheken und es kommen immer wieder neue hinzu, die die vorigen überflüssig machen. Überflüssigkeit zu vermarkten gehört zum Marketing.

Steve Jobs hasste diesen Begriff, war jedoch ein perfekter Marketer, weil er die neuen Trends intuitiv erfasste und pragmatisch vor den anderen Konkurrenten umsetzen konnte. Inzwischen wird auch das Marketing 2.0 überflüssig und soll schnell vom Workforce Marketing verdrängt werden. Es ist die logische Fortsetzung der angewandten Sozialen Medien auf die Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts.

Wie weit unterliegt die Arbeit und der Wert der Arbeitenden den neuen Marketingstrategien 2.0, die sich immer intensiver der Sozialen Medien und Netzwerke bedienen? Facebook will mit BranchOut den globalen Jobmarkt erreichen. XING bewirbt intensiv die neuen Freiberufler und LinkedIn hat unzählige kluge Marketingkonzepte entwickelt, um die lokalen Potentiale auf den globalen Märkten zu verwerten. Mehr dazu in den folgenden Kapiteln.

Arbeitsmarketing 2.0 ist jedoch mehr als nur eine neue Dienstleistung oder ein Trendwort. Der Begriff schöpft seinen Inhalt aus den Realitäten des Arbeitsmarktes des 21. Jahrhunderts, der fast alle Werteinheiten der Arbeit neu ordnet. Dazu gehören nicht nur die Arbeitszeit, die Arbeitsverträge oder Bedingungen. Dazu gehören vor allem die Ausbildung, die Qualifizierungen, der Wert der Diplome, die Authentifizierung der professionellen Kompetenzen und eine Zeitschiene, die sich nicht mehr gefällig ausbreitet, sondern immer wieder neu verknüpft werden muss.


  • Stay tuned

    Der nächste Auszug folgt demnächst.


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ÜberAngelica Laurencon

Dr. Angelica Laurencon lebt und arbeitet in Berlin und Clermont-Ferrand als Mentorin und Unternehmensberaterin. Als Dozentin
für internationale Masterstudiengänge im Internationalen Management gibt sie ihr Praxiswissen an die zukünftige Managergeneration weiter und begleitet sie als Mentorin für Community Management, Learning Management Systems und Workforce Marketing.

Sie ist Gesellschafterin und Mitbegründerin von connect2communicate und Expertin für Wissenstransfer 2.0 und Learning Management im interkulturellen Kontext.

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